Aufgaben im Projekt
"Netzwerk Qualifizierungswege für An- und Ungelernte"

Schwerpunkte sind die Verbreitung der Nachqualifizierung im norddeutschen Raum und die wissenschaftliche Begleitung des gesamten Verbundprojekts:

Fachliche Schwerpunkte

  • Modulentwicklung,
  • Zertifizierung,
  • Lernberatung.

Schwerpunkte der Durchführung

  • Organisation, Durchführung und Dokumentation einer Fachtagung,
  • Entwicklung und Dokumentation eines Workshopkonzepts für die Schulung von Multiplikator(inn)en,
  • Durchführung von fünf Workshops zur Schulung von Multiplikator(inn)en,
  • Printmedien,
  • Evaluation auf regionaler Ebene,
  • Evaluation auf Bundesebene.

Angestrebte Ergebnisse

  • Initiierung regionaler Kooperationsnetzwerke aus Betrieben und Bildungseinrichtungen
  • Entwicklung und Durchführung von Wokshops und Informationsveranstaltungen für betriebliche und außerbetriebliche Experten
  • Erhebung und Bereitstellung von Daten zu Bedarf und Angebot an berufsbegleitenden Nachqualifizierungsangeboten in Betrieben und bei Bildungsdienstleistern
  • Entwicklung eines zentralen Internet-Portals für die berufliche Nachqualifizierung und eines Newsdienstes für Fragen rund um die berufliche Nachqualifizierung
  • Interne Evaluation der Netzwerkaktivitäten im Rahmen des Netzwerks für An- und Ungelernte

Veränderte politische Rahmenbedingungen - Anpassung von Projektaufgaben und Nachqualifizierungskonzepten

Arbeitsmarktpolitik und berufliche Qualifizierung erfuhren durch die "Gesetze für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt" (Hartz I-IV) eine umfassende Neuorientierung. Um die Ziele des Verbundprojekts Netzwerk Qualifizierungswege auch unter den veränderten Bedingungen zu erreichen, sind Instrumente und Konzepte der beruflichen Nachqualifizierung neu ausgerichtet worden. Die flexiblen Strukturen und die Rahmenbedingungen des Netzwerks schaffen für diesen notwendigen Anpassungsprozess adäquate Voraussetzungen.

Auf ihren Arbeitstreffen haben die Partner des Verbunds frühzeitig u.a. folgende wichtige Akzentuierungen vorgenommen:


Zielgruppen

Nachdem Modellversuche zur beruflichen Nachqualifizierung an- und ungelernter junger Erwachsener zunächst die Qualifizierung und Integration von Arbeitslosen in den Vordergrund stellten, soll künftig verstärkt die Qualifizierung an- und ungelernter Beschäftigter zentraler Aufgabenschwerpunkt sein.


Ziel Berufsabschluss

Favorisierten bisherige Nachqualifizierungsmaßnahmen den anerkannten Berufsabschluss als unmittelbares Ziel, etwa als "Förderkette" von ABM und Umschulung, müssen künftig flexibler und innovativ - unter Beibehaltung der nach wie vor handlungsleitenden Maxime des Berufskonzepts - Module in differenzierten, auch längeren Zeiträumen und Etappen, angepasst an die neuen Erfordernisse der Arbeitsmarktpolitik und an die Voraussetzungen der jungen Erwachsenen, entwickelt und erprobt werden, die eine realistische Zielerreichung gewährleisten.


Zertifizierung

Zwar wurde modellhaft ein Qualifizierungspass bereits erprobt, vor seiner Weiterentwicklung bzw. Implementierung sollte aber ein intensiver Austausch mit Verbänden, Wirtschaftsvereinigungen etc. stattfinden, um weithin Akzeptanz und Anerkennung für Modulzertifikate zu gewinnen.


Module und Qualifizierungsbausteine

In den Modellversuchsreihen zeigte sich u.a. die Schwierigkeit, die Module so zu gestalten, dass alle Beteiligten ihren Nutzen erkennen. Insbesondere sind dem Gestaltungsraum aus betrieblicher Sicht Grenzen gesetzt, wenn es etwa um die Integration von Grundlagen in die Module geht, die für den Betrieb unmittelbar nicht notwendig erscheinen.

Die Modulentwicklung sollte daher stärker auf die betrieblichen Qualifizierungsbedarfe und die Nachfrage nach Arbeitskräften ausgerichtet sein.


Vernetzung

Über Beratungsangebote von Bildungsträgern, Weiterbildungsverbünden, aber auch Unternehmensverbänden und kommunalen Beratungsstellen zu inhaltlichen Themen wie Module, Zertifikate etc. soll eine stärkere Kooperation und Nachhaltigkeit erreicht werden.


Qualifizierung von ALG II-Empfänger/innen

Die neue Programmatik in der Arbeitsmarktpolitik hat Nachqualifizierungsmaßnahmen für arbeitslose An- und Ungelernte z.T. erheblich erschwert. So ist zwar auch für Empfänger/innen von ALG II in geringem Umfang im Rahmen der zu schaffenden Arbeitsgelegenheiten Qualifizierung vorgesehen, deren Ausgestaltung jedoch vielfach noch unklar. Zu prüfen ist daher, ob und wie dieser Qualifizierungsrahmen in der Perspektive für Nachqualifizierung nutzbar sein kann.