Regionaltagung
«Wettbewerbsfähig durch betriebsnahe Qualifizierung»
am 12. Oktober 2004 in Freiburg

veranstaltet von der bfz Bildungsforschung Nürnberg gemeinsam mit den Regionalbüros für berufliche Fortbildung der Argen Emmendingen, Freiburg/Breisgau Hochschwarzwald, Lörrach und Waldshut und der Argen Freudenstadt und Ortenau.

Tagungseindrücke aus Freiburg

Begrüßung und Themeneinführung

Birgit Noé, Regionalbüro für berufliche Fortbildung der Argen Emmendingen, Freiburg/Breisgau Hochschwarzwald, Lörrach und Waldshut:
«Die demographische Entwicklung in allen OECD Ländern stellt Unternehmensführung und Personalmanagement vor neue Herausforderungen. Kennzeichnend ist ein Anstieg des Durchschnittsalters der Belegschaften, welche in einigen Ländern auch mit einem Fachkräftemangel gekoppelt sein wird. Die wenig anspruchsvolle Strategie der Verjüngung der Belegschaften und Führungskräfte, sowie die frühzeitige Freisetzung von älteren und an- und ungelernten Mitarbeiter/innen wird nicht nur ihren kurzfristigen Nutzen verlieren, sondern für viele Unternehmen mit personalwirtschaftlichen Konsequenzen verbunden sein. Wir möchten für dieses Thema sensibilisieren und die Notwendigkeit präventiven Handels deutlich machen.»

Christa Oberth, bfz Bildungsforschung:
«Die Fähigkeiten und das Know how An- und Ungelernter können zu einem wichtigen Erfolgsfaktor für das Unternehmen werden. Wir wollen zeigen, dass es sich lohnt An- und Ungelernte weiter zu qualifizieren.»

Qualifikationsanforderungen in Unternehmen der Region

Thomas Hierholzer, Frisetta Kunststoff GmbH Schönau beschrieb aktuelle Qualifikationsanforderungen (PDF, 22.4 KB) in seinem Unternehmen.

Kernelemente bedarfsgerechter Qualifizierungen

  • Modularisierung
  • Arbeitsintegriertes Lernen
  • Zertifizierung

Vortrag (PDF, 279.6 KB) Ursula Krings, Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) gGmbH:
«Wir haben aussagekräftige Zertifikate entwickelt, denn Betriebe brauchen Transparenz über die vorhandenen Qualifikationen um Stellenbesetzungen zielgenau vornehmen zu können. Auch für die Seite der Beschäftigten bzw. Arbeit Suchenden ist ein transparenter Nachweis ihrer gesamten Qualifikationen wichtig, um die eigene Berufstätigkeit erfolgreich entwickeln zu können.»

Gesprächsrunde: Erfolgsfaktoren für die Qualifizierung von An- und Ungelernten

Das vorgestellte Qualifizierungskonzept ist am Berufsbild Kauffrau für Bürokommunikation erprobt worden und wurde mit an- und ungelernten arbeitslosen Frauen durchgeführt. Vom beteiligten Bildungsträger, dem bfz in Nürnberg erzählte Amata Zahn von ihren Erfahrungen. Angela Reisz (Dr. Städtler GmbH, Nürnberg) beleuchtete das Konzept aus der Perspektive einer ehemaligen Teilnehmerin und Irmgard Kneißl (Lucent Technologies, Nürnberg) berichtete als Vertreterin eines Unternehmens, das an der Qualifizierung beteiligt war.

Hans Farina, Ausbildungsleiter der Sick AG am Standort Waldkirch steuerte Erfahrungen aus Sicht eines Unternehmens bei, das sehr aktiv Weiterqualifizierung von An- und Ungelernten betreibt.

Zu den aktuellen Fördermöglichkeiten von Qualifizierungsmaßnahmen für An- und Ungelernte nahmen Heinz Disch von der Agentur für Arbeit Freiburg und Klaus Koch vom Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg Stellung.

Klaus Koch stellte drei aktuell laufende Förderprogramme für kleine und mittlere Unternehmen vor. Betriebe werden hier unterstützt, wenn sie Qualifizierung für ältere Beschäftigte oder für An- und Ungelernte anbieten. Das dritte Programm bezieht sich auf die Vermittlung von Kulturtechniken für nicht deutschsprachige Beschäftigte.

Ausschnitte aus der Gesprächsrunde (PDF, 28.1 KB).

Genauere Informationen zu den Förderbedingungen des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg finden Sie auf dem Informationsflyer (PDF, 248.7 KB) und auf der Homepage des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg.

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