Regionaltagung
«Wettbewerbsfähig durch betriebsnahe Qualifizierung»
am 29. Juni 2005 in Rosenheim

veranstaltet von der bfz Bildungsforschung Nürnberg gemeinsam mit dem Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft (bbw) gGmbH Ober-/Niederbayern und Landshut sowie dem Forschungsinstitut betriebliche Bildung (f-bb) gGmbH Nürnberg.

Tagungseindrücke aus Rosenheim

Begrüßung und Themeneinführung

Alice John, Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft (bbw) gGmbH Ober-/Niederbayern und
Christa Oberth, bfz Bildungsforschung:
«Auch das Wissen und Können an- und ungelernter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kann zu einem wichtigen Erfolgsfaktor für Unternehmen werden. Voraussetzung dafür sind passgenaue Qualifizierungen, die sich an der betrieblichen Praxis ausrichten und auf die individuellen Kenntnisse und Fähigkeiten der Teilnehmer zugeschnitten sind. Solche Qualifizierungskonzepte erfordern Wissen um die konkreten Bedarfe und vorhandene Kompetenzen der Mitarbeiter. Wir zeigen, wie Personalverantwortliche betriebliche Bedarfe systematisch erheben, Mitarbeiterpotenziale erkennen und aktivieren können und stellen Ihnen erfolgreich erprobte Qualifizierungskonzepte für An- und Ungelernte vor.»

Qualifikationsbedarfe feststellen – eine neue Aufgabe für fachliche Vorgesetzte

Durch technische Innovationen und die Einführung von neuen, prozessorientierten Produktionskonzepten steigen in den Unternehmen die Anforderungen an Mitarbeiter auf allen Hierarchieebenen. Daraus erwachsen auch für Personalentwickler und fachliche Vorgesetzte eine Reihe neuer Aufgaben.

Wolfgang Sewald, Kraftwerksmeister im Müllheizkraftwerk der Stadtwerke Rosenheim GmbH & Co. KG, beschrieb, welche neue Aufgaben (PDF, 48.3 KB) im Müllheizkraftwerk anfielen und wie das Unternehmen bei deren Bewältigung durch den Modellversuch «FILIP – Flexible und individuelle Lernformen in der Personalentwicklung» unterstützt wurde. «Die Optimierung der Anlagenwirtschaftlichkeit und die Herstellung einer höheren Multifunktionalität der Mitarbeiter sind anspruchsvolle Ziele, die unser Unternehmen in der letzten Zeit vor große Herausforderungen gestellt haben.»

Dr. Barbara Mohr, Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) gGmbH, stellte den Modellversuch «FILIP – Flexible und individuelle Lernformen in der Personalentwicklung» (PDF, 48.3 KB) dar. «Sollen Veränderungen nachhaltig wirken, müssen sie in die betrieblichen Prozesse integriert werden. Dazu müssen die Veränderungsprozesse gemeinsam mit den Mitarbeitern gestaltet werden. Hier sind Mitarbeiter gefordert, die dies können und wollen. Sie gilt es aktiv in die Gestaltung einzubinden.»

Kernelemente bedarfsgerechter Qualifizierungen

  • Modularisierung
  • Arbeitsintegriertes Lernen
  • Zertifizierung

Vortrag (PDF, 83.4 KB) Vortrag Kathrin Oeder, bfz Bildungsforschung:
«Angelernte Mitarbeiter bringen oft eine breite Basis an verwertbaren beruflichen Vorkenntnissen mit, darauf soll die Qualifizierung aufbauen. Bestehendes Wissen und bereits vorhandene Kenntnisse können mit einbezogen werden.»

Gesprächsrunde: Erfolgsfaktoren für die Qualifizierung von An- und Ungelernten

Das vorgestellte Qualifizierungskonzept ist am Berufsbild Kauffrau für Bürokommunikation erprobt worden und wurde mit an- und ungelernten arbeitslosen Frauen durchgeführt. Kerstin Viktorin berichtete von den Erfahrungen des beteiligten Bildungsträgers, den Beruflichen Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft (bfz) gGmbH in Nürnberg. Irmgard Kneißl (Lucent Technologies, Nürnberg) gab Einblicke in die Durchführung der Qualifizierung aus Sicht eines der beteiligten Unternehmen.

Bernhard Häusler (Fortbildungszentrum für Metalltechnik (FZM), Rosenheim) berichtete von einem praxis– und arbeitsplatznah organisiertem Qualifizierungskonzept für an- und ungelernte Arbeitslose in Rosenheim. Hubert Lechner (Hefter Maschinenbau, Prien) steuerte Erfahrungen aus der Sicht der beteiligten Praktikumsbetriebe bei.

Werner Reichert (Schattdecor AG, Thansau) und Michael Feldmeier (Ingram Micro Distribution GmbH, Straubing) stellten dar, wie sie in ihren Unternehmen erfolgreich Qualifizierungen für ihre angelernten Mitarbeiter durchführen.

Zu den aktuellen Fördermöglichkeiten von Qualifizierungsmaßnahmen nahm Albin Stieber von der Arbeitsagentur Rosenheim Stellung.

Ausschnitte aus der Gesprächsrunde (PDF, 38.4 KB).

Nürnberg | Rosenheim